What's about U'Tchuil'h Annouk Rising Thunder...

 

 

Das Licht der Welt erblickte ich im Mond der Erderneuerung unter dem Zeichen der Schneegans in Köln – über die Seele tief verbunden mit den Wurzeln der Tlingits in Northern British Columbia, Kanada – der Herkunft der Familie väterlicherseits.

 

Mein erster Namensteil bedeutet Rabentänzerin (der Rabe gilt bei den Tlingits als der, der das Licht zu den Menschenherzen brachte), mein zweiter Namensteil bedeutet: die, die alle in ihrem Herzen trägt und wiegt, das Geheimnis der Urfrauen, die Symbole alter Höhlenmalerei als machtvolles Wissen aus uralter Zeit.

 

Die Familie meines Vaters ist schon seit mehreren Generationen in Deutschland ansässig und nur das Aussehen meines Vaters erinnerte an die ursprüngliche Heimat.

 

Vom Zeitpunkt meines Begreifens dessen an, wollte ich mehr wissen über ein mir unbekanntes Land, über mir unbekannte Leute. Tief in meinem Inneren sang die Stimme meines Blutes das Lied der Stämme – das Lied des Einklangs, mit allem was ist.

 

Schon sehr früh hörte ich die Stimme der Natur. Ich fühlte tiefe Freundschaft zu Bäumen, zu Felsen, ja einfach zu allem, was in der Natur zu finden ist. Ich trug eine tiefe Achtung dessen in mir, behandelte unsere Große Mutter und die Geschöpfe mit Respekt – und wurde dafür verlacht...

Oh, das Kind hat ja eine grenzenlose Phantasie...hörte ich ständig. Ich verstand überhaupt nicht, warum diese Leute die Stimme nicht wahrnahmen, wo es doch so laut und deutlich zu verstehen war. Ich fragte mich immer wieder, wer sind diese Menschen? Warum ist das so?

Die Geborgenheit, die ich mir wünschte, die rückhaltlose Gemeinschaft, das Fallenlassen, freies Äußern usw. konnte ich nicht finden.

 

Ich fühlte mich nicht als Deutsche und nicht als Tlingit und ein für mich akzeptables Dazwischen fand ich nicht und wollte es im Grunde auch nicht. Es war für mich ein seltsamer Zustand, hier geboren als Deutsche, irgendwie integriert im System und sich dennoch nicht so zu fühlen, sondern eher eine Fremde zu sein, die einfach anders ist.

Nach dem Tod meines geliebten Vaters und all dem, was mir hier begegnete, was nichts mit meinem gefühlten Wunsch nach Einheit und Geborgenheit innerhalb der Sicherheit eines Stammes zu tun hatte, beschloß ich, nach Kanada rückzuwandern. Ich dachte, dort müßte es doch so sein, wie ich mir ein Stammesgefüge vorgestellt hatte. Ich hoffte, dort alles zu finden, nachdem ich solange schon sehnsüchtig suchte.

Doch weit gefehlt! Ich informierte mich gründlich über die dortigen Verhältnisse und kam zu dem Schluß, daß auch dort nicht das zu finden war, was ich suchte. Außerdem hatte ich nicht die zur Imigration seitens der kanadischen Regierung erforderliche Summe von satten 50.000 kanadischen Dollar zur Verfügung.

Damals hatte mich das eine zeitlang sehr frustriert – heute bin ich sehr dankbar dafür.

Diese Erfahrung hat mir einen Weg gewiesen, den zu beschreiten ich mich dann fest und aus ganzem Herzen entschieden habe, um Spirit die Führung zu überlassen.

 

Und nun zu einigen Stationen des spirituell gelebten Teil meines Lebens.

Das Erfahren und Erleben von Spirit in der Natur begleitete mich ja bereits von frühester Kindheit an und war für mich ein vollkommen normaler Zustand. Ich empfand keinerlei Scheu vor Tieren. Intuitiv legte ich meine Hände kranken Tieren auf und bat Spirit um Heilung, weil ich felsenfest überzeugt war, daß das so funktioniert. Ich fühlte die Geschöpfe in ihrem Sein und sah über das innere Sehen, wie durch das Licht sich die grauen Nebelzonen des Unwohlseins teilweise auflösten oder gar aus Krankheit Gesundheit wurde. Der anschließende Ausdruck in den Augen der Tiere war das schönste Geschenk von Spirit an mich und meine Seele jubilierte vor Freude.

 

Später wurde ich zu Reiki geführt über die Erzählung einer Reiki-Heilung bei einem Pferd, das die Tierärzte bereits aufgegeben hatten. Ich war total interessiert und beschloß, Reiki zu erlernen.

Was mich dann erwartete, war für mich eines der Wunder von Spirit.

Zu just dieser Zeit konnte ich nicht richtig laufen und trotz inständigen Bitten an Spirit benötigte ich einen Gehstock. Ein Besuch bei einem Orthopäden brachte folgendes Ergebnis:

Sie benötigen Cortison-Spritzen, doch das wird nicht viel helfen. Sie werden über kurz oder lang einen Rollstuhl benötigen“. Peng, das saß! Und ich begann, teils zu zweifeln und teils zu Bitten und zu glauben. Es war ein Hin- und Her. Nun, soweit so gut – ging ich also zur Reiki-Einweihung in den Engelshof in Porz. Auf dem Boden waren Sitzkissen verteilt und so suchte ich mir einen Platz mit in greifbarer Nähe befindlichem Sideboard zum Hochziehen beim Aufstehen an der einen, zum Abstützen den Stock an der anderen Seite.

Wir gingen zu zweit in einen anderen Raum, erhielten dort die Einweihung in den 1. Grad und begaben uns dann zurück zu unserem Kissenplatz, um dort in innerer Einkehr zu warten, bis alle fertig waren. Ich lehnte also, wie gewohnt den Stock am Sideboard an und versank in mich selbst.

Etwas später wurden wir aufgefordert, im Nebenraum Speisen und Getränke zu uns zu nehmen.

Ich stand also auf und ging nach nebenan. Dort angekommen, wollte ich den Stock irgendwo anlehnen und bemerkte völlig baff, ich hatte ihn am Sideboard stehengelassen. Wie betäubt ging ich zurück, setzte mich ohne Schwierigkeiten hin und stand einfach so wieder auf. Die Schmerzen waren wie weggeblasen. Eine Flut von Tränen des Glücks und der Befreiung bahnte sich ihren Weg. Ich fühlte mich so leicht, so weit, so unendlich frei. Ja, es war ein Wunder für mich. Bis heute, wo ich doch nun schon zu den UHUs gehöre (unter Hundertjährigen ;-)) ), habe ich keinen Stock mehr gebraucht. Ich erzähle dies hier, um am eigenen Beispiel ein Wunder Spirits zu zeigen, damit die Menschen, auch wenn sie Momente des Zweifels haben, wissen, daß sich das Prinzip Glaube, Liebe und Hoffnung bewährt bzw. wahr ist. Spirit ist immer da – auch wenn man es gerade nicht bemerkt.

 

Danach erhielt ich die Einweihung in den 2. Grad und die Meisterweihe. Der Lehrergrad sollte folgen, doch ich fühlte es in mir nicht. Es war etwas anderes in mir, was sich zeigen wollte, was gelebt werden wollte. Ich meditierte darüber und hörte plötzlich indianische Gesänge, jemand aus der Geistigen Welt nahm meine Hand und ich wurde zu einer Insel gebracht. Das Kanu steuerte mein verstorbener Bruder Robert. Die Insel war der Platz meiner Ahnen. Es war ein großartiges Gefühl, unter ihnen zu sein – endlich Heimat, endlich Geborgenheit, all mein Sehnen wurde erhört.

Ich begann zu lernen, ja begann zu lernen wie ein Schamane arbeitet, was meine Werkzeuge sind und einfach alles, was dazu gehört. Ich erinnerte mich mehr und mehr und mehr an mein Sein und bekam bestätigt, was ich in „verborgenen Ecken“ bereits die ganze Zeit geahnt hatte. Ich freute mich riesig, wenn ich spürte, daß ich wieder zum Lernen abgeholt wurde. Ich schrieb alles Erfahrene nieder, wandte es in der Natur und an meinen Tieren an. In der Anwendung dessen zeigte sich wiederum ein wunderbares Miteinander. Ich war sprachlos vor Glück, wie man so schön sagt – bis ich eines Tages von einer Freundin um Hilfe gebeten wurde. Sie bat mich, jemandem eine Heilzeremonie zukommen zu lassen. Oh, dann kam das große Flattern, doch nach langem Reden mit viel hin und her, stimmte ich schließlich zu. Die anschließende Erfahrung war für alle Beteiligten einfach wundervoll und so lernte ich nach und nach, auch mit Menschen zu arbeiten.

 

 

Andere sehr wertvolle Erfahrungen erlebte ich in einem Lichtzentrum.

Nachdem ich über die Ahnen zu meinem Sein geführt wurde, entstand in mir der Wunsch, eine irdische Ausbildung zu begehen, erst einmal, weil ich Interesse an Gruppenarbeit und gemeinsamem Austausch hatte und auch, um ein irdisches Zertifikat vorweisen zu können.

Ich wurde von Spirit zu eben diesem Lichtzentrum namens Shavathya geführt und habe dort Ausbildungen, Seminare und Transformationen des Seins absolviert, wie z. T. in der Kurzform benannt. Ich habe dort die indische Götterwelt kennengelernt und sehr intensive Begegnungen mit Babaji, Durga, Kali, Saraswati, Lakshmi, Ganesha, Krishna u. a. erleben dürfen. All diese Erfahrungen haben meine Bewußtseinsentwicklung gefördert und es war schön, sie in der Gruppe genießen zu können. Es bedeutete auch für mich, die erlernten Dinge wiederum weitergeben zu dürfen.

Dennoch kam ich zu dem Schluß, daß das, was meine Seele hier erfahren will und daß das, was meine Aufgabe hier ist am Ende immer im persönlichen Kontakt mit den Ahnen in der Geistigen Welt zu finden ist, wo es kein Zertifikat in schriftlicher Form gibt und dennoch alles für mich bereitliegt.

Und ich lernte und lerne weiter: über die Ahnen, über das Leben, über Begegnungen – eben alles, was ist.

 

Eine ganz besondere Begegnung gab es vor geraumer Zeit:

Ich nahm an einer Hausmesse der Dreamsociety (Teil der Bearsociety), geführt von einer sehr lieben Freundin (in Spirit Waters) als Aussteller teil. Wir kannten uns schon 20 Jahre, hatten uns jedoch aus den Augen verloren und fanden so über mein Spirit-Lädchen wieder zueinander.

So kam es also, daß ich dort Red Bear, einem Wicasa Wakan (heiliger Mann) des Susquehannock Tribe, Florida und Chief der Bearsociety begegnete. Er ist ein Medium und channelt Big Bear.

Ein Jahr später begegnete ich ihm dort erneut.

Ich wurde als Mitglied der Bearsociety aufgenommen und Red Bear riet mir, einen Bären-Heilerkreis zu eröffnen, wo Heiler sowie auch nicht-heilerisch Tätige mit offenem Herzen für Spirit willkommen sind und Unterstützung erfahren. So entstand der „Heilerkreis "Keepers of Gaia“, sogenannt, da die Große Mutter meine Geistführerin ist und Menschen, die Spirit leben, alle im Grunde Hüter der Erde sind.

 

 

Während einer Trommelreise  erfuhr ich meinen Medizinnamen "Rising Thunder" und ergründe seit dem, was es alles damit auf sich hat.

 

Im Januar 2013 traf ich einen mongolischen Schamanen und Stammesführer der Tuwa aus dem Altai namens Galsan Tschinag. Als er von meiner Herkunft erfuhr, erzählte er mir, die Tlingit seien ursprünglich aus dem Altai – als Stammesteil der Tuwa – nach Kanada ausgewandert. Einige jedoch wären geblieben und lebten noch heute dort. Ich sei also Teil seines Stammes und so adoptierte er mich als seine Enkelin. Er schrieb mir eine Widmung: „Du bist Fleisch von meinem Fleisch. Du bist Blut von meinem Blut!“

Ich war völlig überrascht, zu Tränen gerührt und voller Freude.

Danke, Großvater, Du hast mir sehr viel gegeben!

 

Das Leben ist spannend!

Ein deutscher Indianer – und dazu noch ein kölscher und seit Mai 2014 dann auch noch ein nordhessischer ;-))) - zu sein ist völlig okay und bringt mich irgendwie sogar zum Lächeln, denn im Grunde habe ich begriffen, ein Erdling zu sein – ein Kind der Großen Mutter – mit einem fleischlichen greifbaren Körper, der ein schönes Zuhause für Spirit ist - völlig egal, wo Spirit mich hinführt. Ich danke Spirit tief im Herzen für alles, was mir begegnet ist und mich dahin geleitetet hat, wo ich heute bin. Ich gebe mich bedingungslos an Spirit hin. Danke!

Danke an die wunderbaren Menschen, denen ich begegnen durfte, um ihnen ein Stück ihres Weges zu weisen.

Danke auch an meine Sternengeschwister, die ich finden durfte, die hier mit mir auf Erden inkarniert sind. Sie begleiten und tragen mich wunderbar im irdischen Sein hier.

 

Das ist ein Teil meiner authentischen Geschichte von mir für Euch geschrieben; und wer weiß.. ..vielleicht gehört Ihr auch irgendwann zu einem Teil meiner Geschichte...